Ilhabela – die schöne Insel in Brasilien

Sie ist nicht nur die größte brasilianische Insel im Atlantik - sie ist auch die schönste und trägt die Schönheit in ihrem Namen. Ilhabela (zu Deutsch: schöne Insel) ist 340 Quadratkilometer groß und liegt vor der Küste zwischen Rio de Janeiro und São Paulo. Weiße Sandstrände, dichter Urwald und massive Berggipfel sind charakteristisch für das Eiland, das nur mit der Fähre erreichbar ist.
Ilhabela Brasilien
Eine der zahlreichen Buchten auf der Ilhabela in Brasilien ( DC_Aperture / Shutterstock.com )

Früher Piraten, heute Urlauber

Hohe Hotelkomplexe werden auf Ilhabela vergeblich gesucht. Kleine Pensionen, sogenannte Pousadas, empfangen die Besucher nach ihrer Anreise. Ein Großteil der Insel steht unter Naturschutz. Trotz des Ansturms von Touristen kann die Insel ihre Schönheit bewahren.

Früher diente Ilhabela als Versteck für englische Piraten. An den langen Sandstränden liegen heute Touristen, früher gingen die Seeräuber hier vor Anker. Der dichte Urwald reicht oft bis an den Strand heran. Breite Straßen gibt es auf Ilhabela nicht. Oftmals führen schmale Pfade von der bewohnten Westseite der Insel durch den Urwald gen Osten.

Anreise auf dem Seeweg

Es gibt keinen kommerziellen Flughafen auf der Insel. Touristen und Einheimische erreichen Ilhabela mit der Fähre. Die einzige Fährverbindung führt von São Sebastião in 20 Minuten auf die Insel. Die Westküste ist bevölkert, hier gibt es gut ausgebaute Verkehrswege und Transportmittel. Abseits der einzigen Siedlung auf Ilhabela führen lose Straßen gen Osten. Bei Regen sind sie unpassierbar und werden überspült.

Die Ostküste der schönen Insel ist rau und naturbelassen. Mit geländefähigen Fahrzeugen kann der Urwald besichtigt werden. Viele Strände sind zu Fuß erreichbar, andere Sandstrände können nur mit einem Boot erreicht werden. Die meisten Fahrten können nur mit einem Guide durchgeführt werden. Sie kennen die engen Wege durch den dichten Urwald.

Strände und Tauchgebiete der Insel

Nicht nur sonnenhungrige Badegäste kommen auf Ilhabela voll auf ihre Kosten. Mehr als 25 Strände gibt es allein an der Westküste. Sehenswert sind der Praia do Viana und der Praia do Arrozal. Unter Tauchern und Wassersportfans sind der Praia da Fome und der Praia do Poço gefragt. Beide Strände bieten ideale Bedingungen für Wasserski oder Surfen. Die Unterwasserwelt ist reich an exotischen Tieren und Schiffswracks. Die felsige Küste hat mehr als 50 Schiffe auf dem Gewissen, die vor der Küste ein Taucherparadies sind.

Auf der Ostseite sind viele Strände nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar. Touristen erwarten hier meist menschenleere, faszinierende Sandstrände. Ein Geheimtipp sind der Praia da Serraria und der Praia Saco do Eustaquio.

Paradies für Wanderer und Kletterer

Schon von der Fähre aus ist der höchste Berg der Insel sichtbar. Der Morro do Papagaio ragt 1.300 Meter über dem Meer und ist charakteristisch für das Hinterland des Eilands. Wanderer kommen bei Touren durch den dichten Regenwald voll auf ihre Kosten. Von vielen Berggipfeln rauschen Wasserfälle in die Tiefe. Mehr als 350 Wasserfälle soll es auf Ilhabela geben, und sie enden in kristallklaren Bächen und kleinen Seen.

Die Flora und Fauna auf der Insel ist beeindruckend. Im dichten Urwald treffen Besucher auf Papageien, Kolibris und kleinere Affenarten. Die meisten Pflanzen sind endemisch und nur auf Ilhabela zu entdecken.

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