Mato Grosso do Sul – Brasiliens Naturparadies

Mato Grosso do Sul ist einer der abgelegensten und am dünnsten besiedelten Bundesstaaten Brasiliens. Große Teile der Fläche werden von weitläufigen Sumpfgebieten beherrscht. Diese Landschaft ist zu einem großen Teil dafür verantwortlich, dass hier so wenige Menschen leben. Es kommt hinzu, dass dieses Gebiet sehr weit von den Wirtschaftszentren an der Küste entfernt liegt.

Mato Grosso do Sul liegt im Mittleren Westen Brasiliens und grenzt an Paraguay und Bolivien. In Inneren wird dieses Gebiet von Minas Gerais, Paraná, Mato Grosso, Goiás und dem Bundesstaat São Paulo eingerahmt. Die Fläche dieses Staates beträgt 357.125 Quadratkilometer - etwa vier Quadratkilometer mehr als die Bundesrepublik Deutschland. Auf dem riesigen Gebiet leben jedoch nur etwa 2,45 Mio. Einwohner. Daraus wird deutlich, wie dünn die Landschaft besiedelt ist.

Mato Grosso do Sul ist kaum industrialisiert und lebt in erster Linie von der Landwirtschaft.

Anreise & Unterwegs vor Ort

Mato Grosso do Sul ist durch gut ausgebaute Landstraßen an die angrenzenden Bundesstaaten angebunden. Wenn du mit dem Auto anreist, solltest du jedoch die großen Entfernungen berücksichtigen. In diesem Gebiet musst du oftmals viele Hundert Kilometer zurücklegen, ohne auf eine größere Siedlung zu treffen.

Besser eignet sich hier das Flugzeug als Fortbewegungsmittel. Der Flughafen in Campo Grande bietet viele Verbindungen zu den wichtigsten Städten Brasiliens.

Wenn du dich im Inneren des Bundesstaats fortbewegen willst, findest du viele Buslinien, die die meisten Dörfer erreichen. Allerdings sind viele Wege nur schlecht befestigt, sodass selbst relativ kurze Strecken viel Zeit in Anspruch nehmen.

Klima in Mato Grosso do Sul

Mato Grosso do Sul ist durch ein tropisches Klima gekennzeichnet. Dort ist es ganzjährig sehr warm, dennoch gibt es geringfügige Unterschiede zwischen Sommer und Winter.

Deutlich größer sind die Unterschiede hinsichtlich der Niederschläge. Der Sommer ist sehr feucht, während es im Winter nur vereinzelt regnet.

Geschichte von Mato Grosso do Sul

Dieses Gebiet wurde früher von den Guaraní-Indianern beherrscht. Lange Zeit maßen die Eroberer diesem Landstrich aufgrund seiner abgelegenen Lage nur wenige Bedeutung bei, sodass sich hier die ursprüngliche Kultur lange Zeit behaupten konnte. Erst als 1865 Brasilien im Tripel-Allianz-Krieg gegen Paraguay kämpfte, wurde dieses Gebiet wichtiger.

Aufgrund seiner strategischen Lage errichteten die Militärs dort Festungen und auf diese Weise verstärkte sich die Besiedlung. Zu dieser Zeit war dieser Landstrich jedoch Teil des Bundesstaates Mato Grosso. Erst 1977 trennten sich die beiden Regionen und Mato Grosso do Sul erhielt seine Unabhängigkeit.

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