Paraná – Heimat der Iguaçu-Wasserfälle

Mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern gehört der brasilianische Bundesstaat Paraná zu den, gemessen an der Einwohnerzahl, kleineren Bundesstaaten des südamerikanischen Landes. Das trifft auch auf die Landesgröße zu, die Fläche beträgt 199.500 km². Das entspricht in etwa der doppelten Größe von Island.

Paraná ist dünn besiedelt, die Bevölkerungsdichte liegt bei 47 Menschen pro km². Curitiba ist nicht nur die Hauptstadt von Paraná, mit 1,7 Millionen Einwohner ist es auch die mit Abstand größte Stadt des Bundesstaates, der im Westen an Argentinien und Paraguay grenzt und im Osten an den Atlantik. Die Einwohner der Hauptstadt werden als Curitibanos bezeichnet, für die Bewohner vom Land ist die Bezeichnung Paranaense geläufig.

Sehenswürdigkeiten in Paraná

Mehr Informationen findest du unserer Liste aller Sehenswürdigkeiten in Paraná.

Anreise & Unterwegs vor Ort

Curitiba ist für Reisen nach Paraná meist der Ausgangspunkt. In São José dos Pinhais nahe der Hauptstadt befindet der sich der Flughafen, der an das hervorragende Nahverkehrsnetz angeschlossen ist. Für viele Städte in Brasilien und anderen südamerikanischen Staaten ist die Infrastruktur in Curitiba ein Vorbild. Fast 80 Prozent der Einwohner nutzen das moderne und behindertengerechte Nahverkehrsnetz der Stadt.

Für Reisen innerhalb von Paraná empfehlen sich die Fernstraßen, die auch Anschluss an große Städte wie Rio Grande, Recife oder Rio de Janeiro haben. Für Reisende ist aber auch hier zu beachten, dass der Verkehr nicht mit Deutschland verglichen werden kann. Reisen mit komfortablen Überland-Bussen sind zu empfehlen. Sie fahren auch weit entfernte Destinationen ab und sind grundsätzlich sicher.

Einen geregelten Zugverkehr gibt faktisch nicht in Brasilien nicht, auch in Paraná sind Zugreisen sehr selten. Es gibt lediglich eine Route für Reisende, die Curitiba mit Morretes verbindet. Zudem findet einmal pro Woche ein zuggebundener Personenverkehr in die Hafenstadt Paranaguá statt, die ebenfalls über eine gute Infrastruktur verfügt.

Klima in Paraná

Der südliche Bundesstaat ist in verschiedenen Klimazonen unterteilt. Im Osten des Landes herrscht ein tropisches, feuchtes Klima mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 24 °Celsius. Eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und häufige Niederschläge sind für diese Region typisch.

Anders sieht es in der Hochebene von Paraná aus. Dort erreichen die Temperaturen selbst im Sommer selten die Grenze von 25° und in den brasilianischen Wintermonaten von Juni bis Mitte September sind zweistellige Minusgrade möglich. In dieser Region kann es dann auch zu Schneefällen kommen. Für Reisen nach Paraná empfehlen sich daher die europäischen Wintermonate von Dezember bis März.

Geschichte von Paraná

Eine geschichtliche Bedeutung bekommt die Region mit der Eroberung der portugiesischen Kolonialmächte. Die Hauptstadt Curitiba wurde 1693 von den Portugiesen gegründet, damals noch unter dem Namen "Vila Nossa Senhora da Luz e Bom Jesus dos Pinhais". Nur wenige Jahrzehnte später wurde der Namen in Curitiba geändert. Er wurde in Anlehnung an das Wort Cure gewählt, das aus der Sprache der Ureinwohner Tupí stammt und die in dieser Region vorkommenden Brasilkiefer beschreibt.

Im Laufe der Jahrhunderte war die Region ein gefragter Einreisepunkt für Immigranten aus aller Welt, auch aus Deutschland wanderten viele Menschen nach Paraná aus. Statistische Erhebungen gehen davon aus, das mehr als 80 Prozent der Einwohner von Paraná einen ausländischen Hintergrund besitzen.

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