Christus-Statue in Rio de Janeiro

Cristo Redentor

Christus-Statue Rio de Janeiro
Das Wahrzeichen von Rio ( © Ignatius Wooster - Fotolia.com )

Das bekannteste Wahrzeichen Rio de Janeiros, der Cristo Redentor, befindet sich etwas südlich des Zentrums auf dem 710 Meter hohen Berg Corcovado, der sich inmitten des gleichnamigen Nationalparks erhebt. Hier breitet die 38 Meter hohe und über 1.000 Tonnen schwere Christus-Statue ihre Arme über der Stadt aus. Zugleich bietet eine im Sockel untergebrachte Kapelle bis zu 150 Personen Platz.

Ein modernes Weltwunder entsteht

Um der 100-jährigen Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal ein Denkmal zu setzen, fand 1922 - auf Anregung der Erzdiözese Rio - ein Wettbewerb zum Bau einer Erlöser-Statue statt. Ursprünglich sollte die Realisation des Sieger-Entwurfes von Heitor da Silva Costa ausschließlich aus Spendengeldern finanziert werden. Als sich die Fertigstellung dieses ambitionierten Projekts jedoch aus Geldmangel deutlich verzögerte, sprangen der Vatikan sowie Frankreich in die Bresche. Die feierliche Einweihung der Christus-Statue fand im Oktober 1931 statt. Sehr viel später - im Jahre 2006 - wertete die katholische Kirche diesen Ort zur Wallfahrtsstätte auf. Im Folgejahr wählten die Teilnehmer einer weltweiten Abstimmung der "NewOpenWorld Foundation" den Cristo Redentor zu einem der Sieben Neuen Weltwunder.

Bis zu 4.000 Besucher pro Tag

Insgesamt zieht das Christus-Monument alljährlich über eine Million Besucher an. Davon entscheiden sich nur wenige für den beschwerlichen Aufstieg durch den Regenwald; die meisten Touristen nutzen die 3.824 Meter lange Zahnradbahn "Trem de Corcovado", um auf den Berggipfel zu gelangen. Oben eröffnet sich bei klarer Sicht ein grandioser Ausblick über Rio de Janeiro. Nicht nur die südlichen Stadtteile Copacabana und Ipanema, auch das Maracana-Stadion und der Zuckerhut sind gut zu erkennen. Die Statue selbst darf jedoch nicht betreten werden. Bisher hat sich nur der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner über dieses Verbot hinweggesetzt: 1999 erklomm er mit Hilfe eines Seils den rechten Arm des Christus, um von dort aus mit einem Fallschirm in die Tiefe zu springen.

Die Christus-Statue - immer gut für eine Schlagzeile

Seit einer umfangreichen Restaurierung im Jahre 2010 verfügt die Statue über ein modernes Beleuchtungssystem, dank dem das Wahrzeichen Rios schon zweimal in den deutschen Landesfarben erstrahlen durfte: Am 3. Oktober 2012 erinnerte die Deutsche Botschaft in Rio damit an den Tag der Deutschen Einheit, während im Mai 2013 auf diese Weise dem Bundespräsidenten Joachim Gauck während einer Brasilien-Reise die Ehre erwiesen wurde.

Bei heftigen Unwettern erleidet das Monument immer wieder Beschädigungen: So ging im Januar 2014 die Meldung um die Welt, ein Blitz habe die Statue am Kopf getroffen und an ihrer rechten Hand Teile des Daumens sowie des Mittelfingers abgetrennt.

Reiseinfos
Adresse

Cristo Redentor
Parque Nacional da Tijuca - Alto da Boa Vista
Rio de Janeiro - RJ
Brasilien

-22.951932, -43.21043

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